Главная  | О журнале  | Авторы  | Новости  | Конкурсы  | Научные мероприятия  | Вопросы / Ответы

К содержанию номера журнала: Вестник КАСУ №2 - 2005

Автор: Кенесбаева Г.

Neue Medien ist eine Sammelbezeichnung für verschiedene Techniken im Bereich der Unterhaltungselektronik, der Datenverarbeitung und der Nachrichtentechnik, auch die neuen Formen der Massenkommunikation, insbesondere das Internet [1].

Die neuen Medien verbreiten sich immer mehr und mehr. Sie machen Kommunikation unabhängig von Ort und Zeit. Die Welt wird zu einem globalen Dorf, in dem “jeder” über “alles” Bescheid wissen kann. Es handelt sich um eine virtuelle Kommunikation, um eine Mischung aus Mensch und Maschine zum Kommunikationspartner [2].

Wenn man von den neuen Medien spricht, denkt man automatisch an Internet. Das Internet ist ein weltweites dezentrales Datennetz besonders über Telefonleitung. Das Internet entwickelte sich aus einem Projekt des Pentagon in den USA 1969. Dabei ging es darum, ein Rechernetz zu Kommunikation zwischen Forschungseinrichtungen und Regierung zu schaffen. Heute wird es von Universitäten, öffentlichen Einrichtungen sowie privaten Personen und Unternehmen genutzt. Dieses neue Medium hat in den letzten Jahren immer mehr und mehr Aufmerksamkeit bekommen.

Das Internet zeichnet sich durch eine Zusammensetzung vieler unabhängiger lokaler Netzwerke aus, die unterschiedliche Computer und Übertragungsmedien benutzen.

Im Computerbereich ist heute ein großer Teil, sogar die Mehrzahl aller sinntragenden Wörter englisch. Man muss erkennen: die Sprache des Netz ist Englisch. Kaum eine Datenbank, deren Inhalte anders als auf Englisch gespeichert sind und auch die Zugriffssprache ist fast immer allein Englisch. Es wurde eine Untersuchung [3] durchgeführt, in welchem Maß neun europäische Sprachen von hundert der gebräuchlichsten Computerbegriffe übernommen haben. Bei dem Computerjargon sind alle Sprachen dem gleichen Druck ausgesetzt. Es handelt sich um eine neue Welt voller neuen Dingen, die es früher nicht gaben und für die keine Sprache Namen hatte und die alle einen Namen benötigen. Das Ergebnis der Untersuchung war, dass Dänisch und Deutsch am stärkesten, Finnisch und Französisch am wenigsten anglisierten sind.

Wir haben ein kleines Lexikon zusammengestellt. Bei den Wörtern haben wir die Herkunft und die Bedeutung angegeben.

Wörter, deren Form, Aussprache und Morphologie fremd sind.

Das Internet (engl. Internet, zu: inter- =zwischen, unter (einander) u. network; im Sinne von ,,Gruppe untereinander verbundener Netzwerke").

Das World Wide Web kommt aus dem Englischen, aus world wide = weltweit u.web. = Netz; (ursprünglich ist  gewobenes und verwandt mit -webe in Spinnwebe); Abkürzung: WWW; weltweites Informationssystem im Internet.

Der Cyberspace kommt aus dem englischen cyberspace, zusammengesetzt aus cybernetics = Kybernetik und space = Raum. Cyberspace ist von Computern erzeugte virtuelle Scheinwelt. Der Artikel kommt wahrscheinlich von der deutschen Entsprechung ,der Raum'.

Die E-Mail ist die elektronische Post.  Mailbombing: wenn E-mails massenhaft  auf einen Server herunterregnen. Die Folge ist Systemausfall durch verstopfte Mailboxen.

Das Attachement kommt vom französischen    attachement (veraltet):  Anhänglichkeit, Zuneigung. Neben Attachement benutzt man auch die deutsche Entsprechung Anhang.

Das Backup (Back-up) - engl. Back-up (copy),  to back up bedeutet unterstützen, hinter jemandem stehen, back ist gleich Rücken. Im Computerjargon bedeutet es Sicherheitskopie.

Die/das Bookmark - englisch bookmark, eigentlich bedeutet Lesezeichen. Bookmark heißt ein Eintrag in einem elektronischen Adressverzeichnis für Homepage (auch Favoriten).

Der Browser - englisch browser,  to browse = in etwas blättern, sich umsehen - ist eine Software zum Verwalten, Finden und Ansehen von Dateien. Das Verb dazu browsen, hat gebrowset: in Datenbanke nach etwas suchen.

Der Bug - englisch bug = Fehler, eigentlich = Wanze - ist ein Fehler in einem Computerprogramm.

Der Chat - englisch chat - heißt eigentlich Unterhaltung, Plauderei.

Im Internet angebotenes Medium, mit dem online Kontakte hergestellt und zwanglos Informationen ausgetauscht werden können, Onlinekommunikation mit Hilfe des Chats.

Der Cursor - englisch cursor, latein cursor = Läufer - ist meist ein blinkendes Zeichen auf dem Bildschirm, das anzeigt, an welcher Stelle die nächste Eingabe erscheint.

Das File kommt aus dem englischen file, eigentlich Aktenordner, Aktenbündel, ursprünglich Schnur, mit dem Akten zusammengehalten werden (französisch fil, lateinisch filum). Die Synonymen für File sind Datei oder Dokument.

Das Smiley - englisch heißt smiley lächelnd - Emoticon in Form eines kleinen, stilisierten, um 90 Grad gedrehten Gesichtes: - ). Emoticon ist übrigens eine Wortschöpfung aus Emotion und Icon.

ROM - als Datenbank oder elektronisches Nachschlagewerk dienende, einer CK ähnliche kleine Scheibe aus einem Isolierstoff, deren Inhalt über einen PC oder ein spezielles Lesegerät abgerufen, aber nicht mehr verändert werden kann.

Der Driver - englisch driver - heißt eigentlich Golfschläger für Treibschlag. Die Synonymen dafür sind Treiber und Systemerweiterung.

Das oder der Link ist (engl. link = Verbindung) die  Kurzform von Hyperlink. Sie sind hervorgehobene Textstelle, die auf andere Dokumente irgendwo im Netz verweisen.

Der Hyperlink; (engl. hyperlink); durch das Anklicken einer Stelle auf dem Bildschirm ausgelostes Anrufen weiterer Informationen.

Der Hypertext ist eine Zusammenstellung von Arbeiten zu den einzelnen Themen.   Das Konzept knüpft sich zu Ted Nelson, der davon geträumt hat, dass jeder Mensch auf der Erde einen Zugriff auf das gesamte Wissen der Welt hat. Das wollte er mittels Computersysteme realisieren.

Der Laptop - englisch laptop:  aus lap = Schoß und top = Platte, also eigentlich bedeutet Computer, kleiner tragbarer Personalcomputer.

Die Mailbox - englisch mailbox. Bezeichnung für (Haus)Briefkasten, aus: mail =Post(sendung) und - box, Box); Speicher eines Datengeräts, in dem Nachrichten hinterlegt und vom Benutzer abgerufen werden können.

Der Server - englisch Server - Rechner, der für andere in einem Netzwerk mit ihm verbundene Systeme bestimmte Aufgaben (z. B. das Booten) ubernimmt u. von dem diese ganz oder teilweise abhängig sind.

Das Keyboard - englisch keyborard, eigentlich Klaviatur, Tastatur aus: key = Taste (eigtlich Schlüssel, wohl in der Bedeutung beeinflusst von mittellateinisch clavis (Klavir) und board (Brett) - die Tastatur eines Personalcomputers. Hotkey (heiße Taste) bezieht sich z.В für Tastekombination.

@ ist ein Sonderzeichen, das über die Tastatur eingegeben werden kann. Das „commercial a", beziehungsweise „At" auch „Klammeraffe" genannt.

Wörter, deren Form und Aussprache fremd sind aber die schon morphologisch der deutschen Sprache angepasst sind.

Anklicken hat angeklickt: auf der Benutzeroberfläche mit Hilfe der Maus markieren oder anwählen.

Booten  hat gebootet: englisch to boot, zu: boot, kurz für: bootstrap = Ladeprogramm, eigentlich = Riemen am Stiefel, der das Anziehen erleichtert: einen Computer neu starten, wobei alle gespeicherten Anwenderprogramme neu geladen werden.

Einloggen sich, hat eingeloggt: aus dem Englischen to log in: durch Eingabe bestimmter Daten eine Verbindung zu einer Datei herstellen.

Einscannen hat eingescannt: mit einem Scanner erfassen. Dafür, was ein Scanner macht, gibt es gar kein deutsches Wort, to scan, das heißt unter anderem, seinen Blick prüfend und gleichmäßig über einen Gegenstand hin und her schweifen lassen, wie ein Radarschirm.

Surfen bin/habe gesurft: gezielt nach Informationen suchen, indem durch das Anklicken v. Hyperlinks nacheinander verschiedene Seiten angerufen werden: "In der Datenhighway surfen".  Surfen  heißt  eigentlich  Wellen  reiten  und  daher  im übertragenen  Sinne Informationen, Hyperlinks reiten. Man sagt auch hüpfen.

Chatten, hat gechattet: englisch to chat, eigentlich sich unterhalten, plaudern.

Downloaden, engl. für runterladen.

Mailen (hat gemailt) (engl.) eine E-Mail (elektronische Post) senden.

Haken heißt sich mit Hilfe eines Computers und einer Telefonleitung unerlaubt Zugang zu fremden  Datensystemen  verschaffen  und  diese  Datensammlungen  und  Programme manipulieren bzw. zerstören. Aus englisch to hack, ist alt im Deutschen, in o. a. Bedeutung aber wahrscheinlich nach englischem Vorbild entstanden. Ob ein Zusammenhang mit hacken in der Bedeutung ,,auf einem Klavier, auf einem Schreibtisch mit den Fingern hart anschlagen" besteht, ist zweifelhaft. Die Form Hacking ist im Deutschen selten.

    Lehnübersetzungen: genaue Nachbildung des fremden Wortes.

Netzwerk besteht aus Netz („Gesamtheit vieler sich kreuzender voneinander abzweigender Verbindungen”, das etymologisch verwandt ist unter anderem mit nähen, nesteln und Nadel; und aus Werk (durch Arbeit Geschaffenes, hier insbesondere geflochtenes Gewebe). Heute versteht man unter dem Netzwerk vor allem ein System von miteinander verbundenen Institutionen, Personen oder Sachen und zielen mit dem Wort vor allem auf die Möglichkeiten der Kommunikation auch die neuen Medien. Zuerst wurde das Wort als Synonym für Fernsehsender mit einem weit verzweigten Netz eigener Sendestationen. Später wandelte sich das Wort mit der fortschreitenden elektronischen Vernetzung durch Computer und Internet auch zum allgemeinen Terminus für komplexe elektronische Kommunikationssysteme mit gitterartiger Struktur. Im deutschen hat sich die deutsche Kurzform Netz eingebürgert, die früher das Stromnetz bezeichnete. Statt ans Netz geht man jetzt als ins Netz.

Benutzer steht für User, Bildschirm für Screen und herunterladen für dowloaden, aus dem Englischen übersetzt.

    Lehnübertragungen: ungenaue Nachbildung/Teil-Lehnübersetzung.

Homepage (auch Home-Page) - englisch home page, aus: home =Heim und page = Seite heißt Startseite. Über das World Wide Web als grafische Darstellung abrufbare Datei, die als Ausgangspunkt zu den angebotenen Informationen einer Person oder Firma oder Institution dient; Leitseite, Startseite. Gesamtheit der Dateien einer Person, Firma oder Institution, die von der Homepage erreichbar sind.

    Lehnbedeutungen: Deutsche Wörter, deren Bedeutung erweitert wurde: sehen so aus wie alte deutsche Wörter und Wendungen, wurden aber nach englischem Vorbild umgedeutet oder neu gebildet.

Die Maus - früher nur ein Tier, jetzt auch ein Cursor, bewegendes Gerät.

Das  Portal - früher nur ein großer Eingang an einem Gebäude, jetzt auch die erste Seite eines Browsers.

Das  Menu - früher nur ein festgesetzte Speisevorgang, jetzt auch Liste von Optionen, aus denen der User auswählen kann.

Der Sauger ist kein Staubsauger oder Blutsauger, jetzt auch ein Leser, der nur an Dowloaden interessiert ist.

Der Wanderer - weder im Gebirge noch auf der Heide, sondern Suchmaschine.

Die Ikone - nicht nur im religiösen Sinne, sondern auch ein Knopf, den man anklicken und Funktionen abrufen kann;

Ein Dokument war früher eine Urkunde, heute ist es das, was man mit einer

Textverarbeitung schreibt.

Zumüllen (engl. spamming); elektronische Massensendungen, die Usern unaufgefordert zugeschickt werden (Junk-Mail, spamming).

Umgangssprachliche Bezeichnungen.

Hardware (englisch hardware, eigentlich harte Ware) ist eine Bezeichnung für alle physischen, „fassbaren" Komponenten des Computers (die CPU, das Motherboard, Festplatten, Monitor, Speicher-Module usw.).

Für viele Onliner existieren zwei Welten: die richtige, das Real Life (RL) und die virtuelle Welt, die Virtual Reality. Die virtuelle Realität ist eine wichtige Idee der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts. Die Nutzung eines Computers vermittelt einen Eindruck, was Virtualität ist: nämlich simulierte, auf Berechnungen basierende Interaktion mit Bildern.

Software ist ein Sammelbegriff für alle nicht apparativen Funktionsbestandteile eines Computers. Software gliedern sich in zwei Gruppen: die Betriebsysteme und die Anwenderprogramme, die auf diesen aufsetzen.

Applikation   ist   ein   Anwenderprogramm.    Applikationen   kann   man    in

Anwendungsgebiete    einteilen:    so    z.    B.    Office-Lösungen    (Word,    Excel), Grafikapplikationen (Corel Draw 3D Studio MAX) usw.

Als vierter Sachbereich wären die Wörter für die Benutzer, mit denen auch Ab- oder Aufwertung ausdrücken kann.

Die Gäste bezeichnen die neuen Benutzer, die sich in fremden Mailboxen anmelden.

Ein Lurker ist, der bei einem Chat in einer Mailing-Liste oder in Diskussionsgruppen mitliest, sich aber nicht aktiv beteiligt.

Newbies (auch Newbabys) sind Internet-Neulinge.

Der Chraker ist jemand, der in Computersysteme eindringt und dort Änderungen am Programmcode vornimmt.

Die Sauger sind Leser, die nur am Herunterladen von Dateien interessiert sind.

Der Hacker ist die Person, die sich mit einem Computer und einer Telefonleitung illegal Zugang zu fremden Datensystemen verschafft und häufig in zerstörischer Absicht versucht, mit Hilfe von Kennziffern, die sie durch Ausprobieren herausfinden, diese Datensammlungen und Programme zu manipulieren bzw. für sich materielle Vorteile zu erlangen.

DAU heißt dümmster anzunehmender User.

Mouse potato sind faule Staubenhocker, die immer vor dem Computer sitzen und dabei Chips knabbern und Schokolade nagen. Früher war die Bezeichnung couch potato fur die Leute, die ständig vor dem Fernseher saßen.

Wie man sehen kann, die Wörter kommen fast ausschließlich aus dem Englischen. Mit vielen englischen Fachtermini werden Sachverhalten eindeutig bezeichnet, wobei durch Eindeutschung die Eindeutigkeit verloren gehen kann. Heutzutage wird das Computerwesen immer wichtiger, man erwartet überall, dass man mit dem Computer und Internet umgehen kann. Deshalb ist es kein Wunder, dass der Computerjargon ins Alltagsleben einstürzt und man fühlt sie gar nicht mehr so fremd.

LITERATURVERZEICHNIS

1. www.wissen.de

2. www.newmedia.idv.uni-linz.ac.at

3. Dieter E. Zimmer. Deutsch und anders. Die Sprache im Modernisierungsfieber. – Hamburg: Rowohlt Verlag, 1997.

4. www.wissennavigator.europop.de

5. Duden. Das große deutsche Wörterbuch der deutschen Sprache in zehn Bänden. 3 Auflage, Dudenverlag, 1999.



К содержанию номера журнала: Вестник КАСУ №2 - 2005


 © 2018 - Вестник КАСУ